Familie Neupert ist ein innovatives Agrarunternehmen

Die Junge Union Kreisverband Wunsiedel stellte bei einer Betriebsbesichtung am Hof der Familie Neupert in Steinselb die Kreistagskandidaten vor. Für den Kreistag nominierte der Kreisverband Michaela Prell (Marktleuthen), Andreas Vates und Matthias Spitzbarth (beide Kirchenlamitz), amtierenden Kreisrat Martin Goldschald und Matthias Häußer (beide Selb), Markus Thoma und Tim Burger (beide Marktredwitz) und Kreisrat Martin Schöffel (Wunsiedel). „Es sei ein Anliegen der JU, mit möglichst vielen Unternehmern aller Branchen im Landkreis ins Gespräch zu kommen“, sagte Kreisvorsitzender Florian Goßler. Kreisrat Martin Schöffel meinte einleitend, dass man mit dem Hof der Familie Neupert ein in vielfacher Hinsicht innovatives Agrarunternehmen besuche, das durch die Gründung mehrerer neuer Teilbetriebe zukunftsgerichtet aufgestellt sei. Andreas Neupert erläuterte den Gästen, in welchen Geschäftsfeldern die Familie tätig ist. Mit etwa 50 Kühen produziere man ca. 350.000 kg Milch im Jahr, so Neupert. Vor fünf Jahren hat die Familie eine eigene Käserei gebaut und stellt seitdem Käse selbst her. Über 20 Prozent der eigenen Milchmenge werde hier verarbeitet. Die Vermarktung erfolgte über Bauernhofläden in der Region. Seit einem Jahr kann man auch Käse der Käserei Neupert in einzelnen Einkaufsmärkten im Landkreis kaufen. Durch kurze Wege könne man die Frische der Produkte sicherstellen, sagt Andreas Neupert und fügt hinzu, dass es in Bezug auf die Käsequalität darauf ankomme, dass bei ihnen die Milch stallfrisch verarbeitet werde. Durch die eigene Käseherstellung sei die Wertschöpfung aus der Milchviehhaltung deutlich gestiegen. Auch die Molkerei, die die restliche Milch der Neuperts abnehme, habe die Auszahlungspreise in diesem Jahr erhöht, doch dadurch könnten gerade die gestiegenen Futterkosten ausgeglichen werden, rechnet Neupert vor. Neupert erklärte den Nachwuchspolitikern, was man alles tun könne, dass sich die Kühe im Stall richtig wohlfühlen. Im Stall können sich die Kühe frei bewegen, im Sommer sorgen ein Belüftungssystem und Wasserverrieselung für ein angenehmes Klima. „Wenn das Tier sich wohlfühlt, zahlt sich das auch für den Bauern aus“, sagt Andreas Neupert mit Überzeugung. Die Familie betreibt auch eine Biogasanlage. Aus Biomasse vom Acker sowie aus Mist und Gülle erzeugt ein Blockheizkraftwerk Strom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Abwärme dieses kleinen Kraftwerkes nutzen die Neuperts, um die Gebäude der Familie mit Wärme zu versorgen. Innovativ ist bei Neuperts auch, dass man alle Maschinen des Ackerbaues und der Grünlandwirtschaft zusammen mit dem Nachbarhof nutze. „Das spart Kosten und macht uns sehr schlagkräftig“, berichtet Neupert von seinen Erfahrungen. Zwei Wünsche gibt Andreas Neupert den Kreistagskandidaten mit auf den Weg. „Ich bitte diejenigen von Euch, die in den Kreistag gewählt werden, um zwei Dinge: Bitte sorgt dafür, dass der Landkreis nicht weiter Schulden macht, die unsere Kinder bezahlen müssen, sondern weniger Geld ausgibt. Und setzt Euch dafür ein, dass das Landratsamt noch bürger- und wirtschaftsfreundlicher wird.“ Kreisvorsitzender Florian Gossler und Kreisrat Martin Schöffel versprachen Neupert, dass sie sich weiter für diese Anliegen einsetzen werden, da es Herzensanliegen der CSU seien und bedankten sich für die reichliche Verkostung der Käseprodukte frisch aus der Käserei.

Reden tun viele,

doch Matthias Häußer, der Betriebsratsvorsitzende der BHS Tabletop AG und Stadtratskandidat der CSU / Freie Wähler Selb sagte: „Das packen wir an!„. Immerhin waren 20 Kubikmeter Sand aus dem Sandkasten des Kindergartens bei der Arbeiterwohlfahrt zu schaufeln. Am letzten Samstag war es dann soweit. Trotz einsetzenden Schneefalls war Stadtrat Willi Neupert mit Frontlader und Anhänger zur Stelle; ebenso Erich Kauper, der Vorsitzende des Ortsvereines Selb der Arbeiterwohlfahrt und wie versprochen Matthias Häußer mit seinen Helfern von der Jungen Union Selb. Weil ein direktes Ausbaggern des Sandkastens beim AWO-Kindergarten nicht möglich war, musste der Sand in die Schaufel des Frontladers geschippt werden um dann auf den Anhänger zu gelangen und abtransportiert zu werden. Und 20 Kubikmeter Sand wollen erst einmal geschaufelt sein. Matthias Häußer , den seine Freunde „ Häusi „ nennen und die agile Helferschar packten an und schafften das , was Anfangs unmöglich schien. Nach einem halben Tag war der alte Sand entfernt und im Frühjahr bekommen die Kinder auf der Kappel dann neuen Sand in ihren Kasten.